Der Mercedes-Benz GLA gehört seit 2013 zur Einstiegsgarde der Schwaben und hat sich als handlicher Kompakt-SUV mit Luxusanspruch eine feste Fangruppe aufgebaut. Doch unter dem markentypischen Stern brodeln bekannte Probleme mit Getrieben, Differenzialen und einer durchaus relevanten Renault-Kooperation bei den Motoren.

Klasse: Kompakt-SUV · Erstgeneration seit: 2013 · Baureihe: X 156 · Position: Einstiegs-SUV · Marktstart: Mercedes-Benz SUV-Palette

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
3Zeitleisten-Signal
  • Rückruf Startstrom-Begrenzer: 2014–2017, Brandrisiko (Gebrauchtwagenberater)
  • Rückruf Lenkspindel: 30.11.2016–14.07.2017 (Gebrauchtwagenberater)
  • Rückruf Steuergerätebox: 2019, Lenkung/ESP (Gebrauchtwagenberater)
4Wie es weitergeht
  • GLA H247 (ab 2020) mit überarbeiteter Technik und neuem Infotainment (ADAC Autokatalog)
  • Plug-in-Hybrid GLA 250 e ab 51.949 Euro als Alternative für sparsame Pendler (ADAC)
  • Renault-Motor M282 bleibt im Programm, Kooperation fortgesetzt (ADAC Autokatalog)
Attribut Wert
Modellreihe Mercedes-Benz GLA (X156 seit 2013)
Klasse Kompakt-SUV
Herstellerseite www.mercedes-benz.de
Wikipedia de.wikipedia.org/wiki/Mercedes-Benz_GLA
GLA 200 H247 Motor 1332 cc, 163 PS, 250 Nm (Renault M282)
Rückruf Startstrom-Begrenzer 2014–2017
Rückruf Lenkspindel 30.11.2016 – 14.07.2017
Neupreis Einstieg 37.300 EUR

Wie viel kostet ein Mercedes GLA neu?

Die Neupreise für den Mercedes GLA bewegen sich in einer typischen Premium-Spanne. Der Einstiegspreis für ein Basismodell liegt bei etwa 37.300 Euro, wobei die Topvarianten rund 44.500 Euro erreichen können. Wer sich für den Plug-in-Hybrid GLA 250 e interessiert, muss laut ADAC ab 51.949 Euro einplanen.

Preise für Basismodelle

  • GLA 180: ab ca. 37.300 Euro (122 PS, 1.6L Benziner)
  • GLA 200: ab ca. 40.000 Euro (156 PS, 1.6L Benziner)
  • GLA 180 d: ab ca. 38.500 Euro (109 PS, 1.6L Diesel von Renault)

Für Gebrauchtwagenfans bietet der Markt attraktive Einstiegsmöglichkeiten: Ein X156 ist bereits ab 8.000 Euro zu haben, während scheckheftgepflegte Exemplare nach dem Facelift von 2017 bei mindestens 16.500 Euro starten.

Konfigurator-Optionen

Über den Mercedes-Konfigurator lassen sich zahlreiche Ausstattungspakete zusammenstellen. Besonders beliebt sind das Premium-Paket mit MBUX-Infotainment und das Assistenz-Paket für adaptiven Tempomaten und Spurhalte-Assistent.

Gebrauchtpreise

Die Preise für den Gebrauchtwagenmarkt variieren stark nach Laufleistung und Pflegezustand. Ein günstiger Einstieg liegt bei 8.000 Euro für höhere Laufleistungen, während gepflegte Modelle nach dem Facelift bei 16.500 bis 22.000 Euro liegen.

Fazit: Wer einen neuen GLA fahren möchte,, sollte mit mindestens 37.300 Euro rechnen. Für Gebrauchtkäufer lohnt sich die Suche nach lückenlosem Scheckheft und niedriger Laufleistung – der OM651-Diesel im 220 d amortisiert sich bei Vielfahrern über den Kraftstoffverbrauch.

Welche Modelle gibt es für den Mercedes GLA?

Der Mercedes GLA wird in zwei Baureihen angeboten: Die erste Generation X156 (2013–2020) und die aktuelle Generation H247 (ab 2020). Innerhalb dieser Baureihen existieren verschiedene Motorisierungen und Ausstattungslinien.

GLA 200

Der GLA 200 bildet das volumenstarke Einstiegsmodell bei den Benzinern. In der aktuellen H247-Generation kommt hier der Renault-kooperierte 1.3-Liter-Motor M282 zum Einsatz, der 163 PS leistet.

GLA 250

Der GLA 250 bietet mehr Leistung mit dem 2.0-Liter-Benziner (211 PS) und richtet sich an Kunden, die Dynamik bevorzugen. In der H247-Generation kommt hier der M260-Motor zum Einsatz.

GLA 220

Der GLA 220 d setzt auf Dieseltechnik mit dem bewährten OM651-Motor (170 PS). Besonders für Vielfahrer und Langstreckenpendler ist diese Variante interessant.

Plug-in-Hybrid 250e

Der GLA 250 e kombiniert den 1.3-Liter-Benziner mit einem Elektromotor im Getriebe. Mit einem Grundpreis ab 51.949 Euro bietet er eine elektrische Reichweite für den Stadtverkehr bei gleichzeitigem Langstreckenkomfort.

Marktpositionierung

Der GLA positioniert sich unterhalb des GLB und gilt als kompaktester SUV im Mercedes-Portfolio. Mit dem Facelift 2017 wurde das Design geschärft und die Technik modernisiert.

Welche Schwachstellen hat der Mercedes GLA?

Wie jedes Fahrzeug hat auch der Mercedes GLA seine bekannten Problemzonen. Die wichtigsten Schwachstellen betreffen das Getriebe, das Differenzial bei Allradmodellen und verschiedene elektrische Komponenten.

Häufige Probleme

  • 7G-DCT-Getriebe: Probleme ab 60.000 km durch verschlissene Kupplungslamellen, Ruckeln bei Schaltvorgängen (34% der Fälle laut Autodoc)
  • 4MATIC-Differenzial: Ausfälle in GLA 250 4MATIC und 220 CDI 4MATIC ab 80.000–120.000 km durch Ölmangel oder Lager-Verschleiß
  • Rückfahrkamera: Ausfälle in H247 ab 30.000 km oder 2-3 Jahren durch Softwarefehler oder korrodierte Stecker
  • Heckklappe: Sensorenprobleme ab 50.000 km in GLA 200 und 250 e
  • Bremslichtschalter: Defekte ab 40.000 km (12% ab Baujahr 2016)

Zuverlässigkeitsbewertungen

Der TÜV und der ADAC bescheinigen dem GLA X156 insgesamt eine gelungene Umsetzung mit wenigen Schwächen. Die regelmäßigen Hauptuntersuchungen zeigen akzeptable Ergebnisse, wobei das Getriebe und die Elektrik die häufigsten Beanstandungen aufweisen.

Vergleich zu Konkurrenz

Im Vergleich zum BMW X1 oder Audi Q2 schneidet der GLA bei der Zuverlässigkeit leicht unterdurchschnittlich ab. Besonders die 4MATIC-Modelle zeigen mehr Kinderkrankheiten als bei der Konkurrenz.

Was zu beachten ist

Die 4MATIC-Differenzial-Probleme können teuer werden: Eine Reparatur liegt schnell bei 2.000 bis 4.000 Euro. Käufer eines gebrauchten GLA mit Allrad sollten vor dem Kauf eine Differenzialprüfung einplanen.

Hat der GLA einen Renault-Motor?

Ja, der Mercedes GLA verwendet tatsächlich Motoren aus der Renault-Nissan-Allianz. Diese Kooperation ist kein Geheimnis und betrifft mehrere Modelle im Mercedes-Programm.

Motorenübersicht

  • GLA 180 d: 1.6L Renault-Dieselmotor (109 PS) in der X156-Generation
  • GLA 200 H247: 1.3L M282-Motor (163 PS, 250 Nm) – Renault-Nissan-Kooperation
  • Renault 1.3 TCe (H5Ht): Technisch identisch mit dem M282, auch im Nissan Qashqai verbaut

Renault-Kooperationen

Die Zusammenarbeit zwischen Mercedes-Benz und der Renault-Nissan-Allianz umfasst mehrere Motorenbaureihen. Der M282-Motor wird in Kölleda, Thüringen, gefertigt und basiert auf der Renault-Technologie.

Zuverlässigkeit Renault-Motoren

Laut dem Carvago Blog erweist sich der 1.3L-Renault-Motor im GLA 180 und 200 als zuverlässiger als der problematischere Zweiliter-M260 im GLA 250. Allerdings zeigt der M282 bei niedrigen Geschwindigkeiten und Anstiegen höhere Drehzahlen.

Motorenurteil: Renault-Technik überraschtpositiv

Der vermeintlich einfache Renault-Motor erweist sich im GLA als zuverlässiger als die hauseigenen Zweiliter-Aggregate. Für Käufer, die Sorgen vor dem Renault-Triebwerk haben, ist dies eine gute Nachricht.

Welcher Motor im GLA ist der beste?

Die Antwort hängt stark vom Nutzungsprofil ab. Für Vielfahrer bietet sich der Diesel an, während Pendler mit kurzen Strecken vom Hybrid profitieren können. Der M282 in der aktuellen Generation zeigt sich als ausgereift und sparsam.

Vergleich Leistung & Verbrauch

Die folgende Tabelle stellt die verfügbaren Motorisierungen hinsichtlich Leistung, Verbrauch und Höchstgeschwindigkeit gegenüber.

Modell Leistung Verbrauch Höchstgeschwindigkeit
GLA 180 (1.6L) 122 PS 5,4–6,2 L/100km 190 km/h
GLA 200 (M282 1.3L) 163 PS ca. 7 L/100km 210 km/h
GLA 250 (2.0L) 211 PS 7,5–9,5 L/100km 210 km/h
GLA 220 d (OM651) 170 PS 5,0–6,5 L/100km 210 km/h
GLA 250 e (Hybrid) 218 PS (System) 1,5–2,0 L (WLTP) 210 km/h

Der Mercedes GLA erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 210 km/h. Der Verbrauch variiert je nach Motorisierung zwischen 5,4 und 9,5 Litern pro 100 Kilometer.

Der OM651-Dieselmotor im GLA 220 d gilt unter Experten als besonders langlebig. Mit regelmäßiger Wartung und Pflege erreicht er problemlos 300.000 Kilometer ohne größere Reparaturen.

Empfehlungen für Käufer

Für Stadtpendler empfiehlt sich der GLA 200 mit dem M282-Motor als optimaler Kompromiss aus Leistung und Wirtschaftlichkeit. Vielfahrer sollten zum GLA 220 d mit dem OM651-Diesel greifen, der trotz höherer Anschaffungskosten über den Kraftstoffverbrauch amortisiert.

Unkaputtbare Mercedes-Optionen

Der OM651-Dieselmotor im GLA 220 d gilt unter Experten als besonders langlebig. Mit regelmäßiger Wartung und Pflege erreicht er problemlos 300.000 Kilometer ohne größere Reparaturen.

Kaufempfehlung: Diesel für Vielfahrer, M282 für Pendler

Wer einen GLA als Gebrauchtwagen kauft, sollte die Finger von höhermileage 4MATIC-Modellen lassen. Der OM651-Diesel im 220 d ist die robusteste Wahl für alle, die lange Freude am Fahrzeug haben wollen.

Stärken

  • MBUX-Infotainment mit intuitiver Bedienung
  • Straßenlage und Fahrwerk abgestimmt
  • Plug-in-Hybrid 250 e sparsam im Stadtverkehr
  • Crashsicherheit nach höchsten Standards
  • Gelungene Kombination aus Kompaktheit und SUV-Feeling

Schwachstellen

  • 4MATIC-Differenzial anfällig für Verschleiß
  • 7G-DCT-Getriebe Ruckeln ab 60.000 km
  • Rückfahrkamera-Ausfälle in H247
  • Heckklappe Sensorenprobleme
  • Bremslichtschalter Defekte

Spezifikationen im Überblick

Drei Antriebsvarianten prägen das GLA-Angebot: Benziner, Diesel und Plug-in-Hybrid.

Spezifikation X156 (2013–2020) H247 (ab 2020)
Motoren Benzin 1.6L (122–156 PS), 2.0L (184–381 PS) 1.3L M282 (163 PS), 2.0L M260 (190–306 PS)
Motoren Diesel 1.6L Renault (109 PS), 2.0L OM651 (136–170 PS) 2.0L OM654 (150–200 PS)
Getriebe 7G-DCT, 6-Gang manuell 8G-DCT, 7G-DCT
Länge/Breite/Höhe 4417/1804/1494 mm 4426/1834/1612 mm
Kofferraum 481 Liter 495 Liter
Facelift Januar 2017

Mit dem Modellwechsel wuchsen die Außenmaße moderat, während der Kofferraum um 14 Liter zulegte. Die Sitze erhöhen sich um 118 mm, was das Ein- und Aussteigen erleichtert.

Der 1,3-Liter-Motor von Renault versteckt sich unter den Namen GLA 180 und 200. Aber er fährt sehr gut und ist zuverlässiger als der problematische Zweiliter-M260.

Carvago Blog (Fachportal für Fahrzeugbewertungen)

Die erste Generation des Mercedes-Benz GLA ist ein rundum gelungener SUV mit nur wenigen Schwächen, was sowohl vom TÜV als auch vom ADAC bescheinigt wird.

— Gebrauchtwagenberater (Kaufberatung für Gebrauchtwagen)

Durch den kleinen Hubraum hat der Motor natürlich Schwächen. Man merkt z.B. bei Anstiegen und niedriger Geschwindigkeit, dass der Motor schnell mal höher dreht.

— Motor-Talk (Community für Autofahrer)

Der Mercedes GLA bleibt ein handlicher Kompakt-SUV mit dem nötigen Luxusanspruch. Für deutsche Käufer ist die Modellvielfalt groß, die Preisspanne von 8.000 bis über 50.000 Euro bietet für jeden Geldbeutel eine Option. Wer die bekannten Schwachstellen im Blick behält und bei Gebrauchtwagen auf lückenloses Scheckheft und niedrige Laufleistung achtet, findet mit dem GLA einen soliden Begleiter im Alltag.

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Häufig gestellte Fragen

Gilt der GLA als Luxuswagen?

Der GLA trägt den Mercedes-Stern und bietet serienmäßig Annehmlichkeiten wie MBUX-Infotainment und hochwertige Materialien im Innenraum. Im Vergleich zu Volumenmarken wie VW oder Skoda positioniert sich der GLA klar im Premium-Segment, auch wenn er nicht die Luxus-Oberklasse von S-Klasse oder EQS erreicht.

Sind Renault-Motoren in Mercedes zuverlässig?

Der Renault-kooperierte M282-Motor im GLA 200 H247 erweist sich als zuverlässiger als ursprünglich befürchtet. Laut Community-Berichten läuft er zwar bei niedrigen Geschwindigkeiten unrund und dreht höher, zeigt aber weniger Probleme als der hauseigene M260 im GLA 250.

Welcher Mercedes ist unkaputtbar?

Der OM651-Dieselmotor im GLA 220 d gilt als besonders langlebig. Mit regelmäßiger Wartung erreicht er problemlos 300.000 Kilometer. Auch der M282 im GLA 200 H247 zeigt sich nach bisherigen Erkenntnissen ausgereift und alltagstauglich.

Was sind Alternativen zum Mercedes GLA?

Direkte Konkurrenten sind der BMW X1, der Audi Q2 und der Volvo XC40. Der Renault Austral bietet ähnliche Technik zu günstigeren Preisen, während der Lexus UX als Hybrid-Alternative interessant ist.

Wie verbraucht der Mercedes GLA?

Der Verbrauch variiert je nach Motorisierung zwischen 5,4 und 9,5 Litern pro 100 Kilometer. Der Plug-in-Hybrid GLA 250 e kommt im WLTP-Zyklus auf 1,5–2,0 Liter kombinierten Verbrauch, abhängig von der Nutzung der elektrischen Reichweite.

Ist der Mercedes GLA geeignet für Familien?

Mit 495 Liter Kofferraum (H247) und versenkbaren Rücksitzen eignet sich der GLA für kleine Familien mit moderatem Platzbedarf. Für größere Familien mit regelmäßigem Kinderwagen- und Gepäcktransport empfiehlt sich der größere GLB.

Welche Ausstattung hat der Basis-GLA?

Der Basis-GLA umfasst LED-Scheinwerfer, Klimaanlage, MBUX-Infotainmentsystem mit Touchscreen, Tempomat, Spurhalte-Assistent und Parksensoren hinten. Optional sind Assistenten-Pakete, Panorama-Schiebedach und Burmester-Soundsystem verfügbar.